1. Theater der härteren Klangart e.V.
  2. Vorstand
  3. Die Anfänge
  4. Vereinsgründung
  5. „Ammit“ feiert Premiere
  6. Ammit – Der Film
  7. Neue Pläne
  8. Vernetzung unter den Vereinen
  9. The Human Equation
  10. Besuch in Rotterdam
  11. 01011001

 

Theater der härteren Klangart e.V.

Das Theater der härteren Klangart e.V. ist eine junge Schauspieltruppe aus dem Saarland. Wie der Name schon vermuten lässt, bieten unsere Aufführungen eine Kombination aus Schauspiel und Musik – bevorzugt aus dem Rock- und Metalsektor! Der Vereinssitz ist in Weiskirchen, unsere Mitglieder kommen aber aus dem ganzen Saarland und auch Rheinland-Pfalz.

Theater der härteren Klangart

Vorstand

Der aktuelle Vereinsvorstand, gewählt am 25.06.2016, setzt sich aus folgenden
Mitgliedern zusammen:

1. Vorsitzender – Yannik Trampert
2. Vorsitzender – Andreas Meyer
Kassiererin – Svenja Trampert
Schriftführer – Martin Klein
Materialwart – Tobias Palzer
Pressewart – Oliver Pitsch

Die Anfänge

Die Vereinsgeschichte des Theaters der härteren Klangart beginnt im Jahr 2009, und zwar eben nicht mit dem Gedanken, einen Verein zu gründen. Dazu kam es erst später. Zunächst einmal traf sich am 12. August 2009 im Jugendclub Rappweiler eine Gruppe befreundeter Metalfans, um ein gemeinsames Projekt zu starten. Unser späterer Regisseur Yannik Trampert hatte zu diesem ersten Treffen eingeladen. Das Ziel: eine eigene Metaloper auf die Bühne zu bringen! Viele der Anwesenden kannten sich schon aus der Theater-AG des Hochwald-Gymnasiums oder aus anderen Projekten, aber etwas Derartiges hatte noch keiner vorher gemacht. Gerade deshalb war unsere Motivation von Anfang an sehr hoch.

Und so begannen die ersten Proben. Die Story für das Stück hatte Yannik schon im Kopf. Es sollte eine spannende Geschichte über Gerechtigkeit und Rache werden. Fast alle Rollen standen von Anfang an fest, denn sie wurden den Darstellern mehr oder weniger auf den Leib geschrieben. Yannik fing also an, den Stücktext (Sprech- und Gesangstexte) niederzuschreiben, während die Band ihre ersten Songideen ausarbeitete. In einem späteren Schritt wurden dann die Gesangslinien darüber gelegt. Dafür waren die erfahrenen Sänger unter uns zuständig. Recht bald stand auch der Titel fest, den unsere selbst verfasste Metaloper haben sollte: „Ammit – Im Zwielicht der Gerechtigkeit“, benannt nach dem Serienmörder, von dem sie handelte.

Vereinsgründung

Als die Proben ein Jahr lang erfolgreich liefen, wurde schließlich doch der Entschluss gefasst, unsere Gruppe in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Eine Satzung wurde erarbeitet und am 15. August 2010 fand in Weiskirchen die Gründungssitzung statt. Unter den versammelten Personen wählten wir unseren ersten Vereinsvorstand: Yannik Trampert als ersten und Sebastian Jager als zweiten Vorsitzenden, Jonas Raß als Kassenwart, Angela Biesel als Schriftführerin und Yannic Leinen als Beisitzer. Nicht zuletzt wurde an diesem Tag auch der Name unseres Vereins entschieden: „Theater der härteren Klangart“!

„Ammit“ feiert Premiere

Die Generalprobe war in der Tat chaotisch und obwohl dass ja angeblich Glück bringen soll, war am 10. Juni 2012 bei allen die Aufregung groß. Um 19:30 Uhr schlug die Stunde der Wahrheit: Unser Publikum hatte sich in der Aula eingefunden und verfolgte nun gespannt den Konflikt zwischen Kommissar Roland Cresto und dem Serienmörder Ammit. Die Rückmeldungen, die wir von den Zuschauern erhielten – sei es in Form von Applaus oder durch persönliches Feedback -, waren durchweg positiv!

Und auch das saarländische Web-Magazin Iamhavoc äußerte sich begeistert. Fabian Peter schreibt: „Die musikalische Umsetzung war sehr gelungen.“ Er ergänzt: „Im Sinne einer Metaloper natürlich mit Schmackes: elektrische Gitarre, Bass und brachiales Schlagzeug.“ Besonders hervorgehoben werden die stimmliche Leistung von Angela Biesel und ihr Song „Justitias Klage“, den Peter als „absolutes Highlight“ bezeichnet. Ein großes Lob erhält außerdem Stefan Müller für seine Rolle als tollpatschiger Polizist Rimitzki. Das Fazit von Iamhavoc: „Wer das verpasst hat, hat was verbrochen!“ Hätten wir ein besseres Lob bekommen können?

Die Dankesworte, die unser 1. Vorsitzender ein paar Tage später in die Zeitung setzte, spiegeln die Erleichterung und die Euphorie, die wir alle empfanden, sehr gut wieder:

„Die Mitglieder des Theaters der härteren Klangart e.V. bedanken sich bei dem tollen Publikum, das am vergangenen Pfingstwochenende den beiden „Ammit“-Aufführungen beiwohnte! […] Zwei Jahre haben wir an diesem Projekt gearbeitet, in denen unsere Schauspieltruppe eng zusammengewachsen ist. Wir alle haben hitzig auf die Premiere hingefiebert, um zu sehen, ob sich die Mühe gelohnt hat. Und die Zuschauer in Wadern haben unsere Erwartungen bei weitem übertroffen! Dass die Aula an beiden Abenden so gut besucht sein würde, hätten wir nicht erwartet. Das bunt gemischte Publikum sparte nicht mit Applaus und auch nicht mit dem ein oder anderen Lacher, denn zu der dramatischen Handlung gehörten auch ein paar lustige Szenen. Und zum Schluss gab es an beiden Vorstellungen stehende Ovationen für die Akteure! Vielen, vielen Dank an das großartige Publikum! Wir bedanken uns außerdem bei unseren Sponsoren und bei allen, die das Projekt unterstützt haben!“

Ammit – Der Film

Während sich die Akteure nach einer wahrlich legendären Aftershow-Feier erst einmal Ruhe gönnten, ging für einen Anderen die Arbeit erst richtig los: Unser Freund ´min Bekker, seines Zeichens Filmemacher, hatte die beiden Vorstellungen in Wadern mit mehreren Kameras aufgezeichnet. Nun ging es für ihn an´s Schneiden! Den fertigen Film konnten alle Mitwirkenden auf dem „Ammit“-Nachtreffen am 07. Oktober 2011 bestaunen. Wir alle waren uns einig, dass ´min damit großartige Arbeit geleistet hatte! Besonders das Bonusmaterial sorgte für reichlich Lacher. Die fertige DVD erschien Ende desselben Jahres und die erste Auflage war schnell vergriffen! An dieser Stelle noch mal: Vielen Dank, ´min Bekker!

Neue Pläne

Damit ist das Kapitel „Ammit“ für´s Erste abgeschlossen. Aber schon seit Anfang 2012 gab es Pläne für eine zweite Metaloper. Dass es dazu kommen würde, war nur eine Frage der Zeit, schließlich hatten sich viele der Beteiligten schon bereit erklärt, bei einem nächsten Stück wieder mitzuwirken. Am 10. Juni 2012 fand das erste Treffen für dieses neue Projekt statt – übrigens genau ein Jahr nach der Premiere von „Ammit“. Seitdem liefen die Proben wieder beim Theater der härteren Klangart. Inzwischen mit einer dreißigköpfigen Truppe und mit neuem Proberaum. Um welches Stück es sich dabei handelte, sollte vorerst geheim bleiben…

Vernetzung unter den Vereinen

Praktisch seit seiner Gründung pflegt das Theater der härteren Klangart e.V. den Kontakt zu anderen Schauspielgruppen der Region, besonders zur Laienspielgruppe 89 Weiskirchen e.V., zur Theater-AG „trac“ des Hochwald-Gymnasiums und nicht zuletzt zu den Theaterwerken Bietzen. Hier herrscht ein reger – auch personeller – Austausch. Man unterstützt sich gegenseitig, verleiht Kostüme und Requisiten oder besucht die Aufführungen des anderen. Seit Juni 2013 sind wir zudem Mitglied im Verband Saarländischer Amateurtheater (VSAT) und im Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT).

Eine etwas außergewöhnliche, aber sehr fruchtbare Kooperation besteht zwischen unserer Metal-Truppe und dem Karnevalsverein Grün-Weiß-Rot Weiskirchen. Seit 2012 haben wir im Vereinsheim des KVW nämlich unseren neuen Proberaum gefunden, wo wir seitdem nach Herzenslust Lärm machen dürfen – und bis jetzt haben sich die Karnevalisten noch nicht beschwert. Als Dankeschön dafür haben sich neun unserer Mitglieder zusammengetan und einen Sketch einstudiert, der auf den beiden Weiskircher Kappensitzungen 2013 dargeboten wurde: Die von Yannik Trampert geschriebene „Wetten dass..?“-Parodie kam gut an und sorgte bei den Närrinnen und Narren für viele Lacher.

The Human Equation

Schließlich wurde das Geheimnis gelüftet: Die zweite Metaloper des Theaters der härteren Klangart sollte „The Human Equation“ werden! Dabei handelt es sich um eine Bühnenadaption des gleichnamigen Konzeptalbums von Ayreon, einer bekannten niederländischen Prog-Formation. Dank der freundlichen Genehmigung von Komponist Arjen A. Lucassen hatten wir nun das Vergnügen, das beliebte Ayreon-Album auf die Theaterbühne zu bringen. Inhaltlich befasst sich „The Human Equation“ mit der Geschichte eines Komapatienten, der – nach einem mysteriösen Autounfall – sein gesamtes Leben in Träumen rekapituliert. Seine Emotionen nehmen dabei Gestalt an und geleiten ihn durch die Traumwelt…

Wieder wurde zwei Jahre für das Stück geprobt. Um dem Publikum das Warten auf die Premiere zu verkürzen, wurde diesmal ein kleiner Vorgeschmack gegeben: In der gemütlichen Atmosphäre des „Filmwerk Orange“ veranstaltete unser Verein am 5. Oktober 2013 erstmals ein Promo-Konzert. Vor der Leinwand des Losheimer Kinosaals haben Sänger und Band des Theaters der härteren Klangart bereits einige Lieder aus der neuen Metaloper präsentiert. Außerdem waren die befreundeten Bands UNE und Silent Suffering mit von der Partie.

Am 4. und 5. April 2014 erhob sich ein weiteres Mal der Vorhang in der Aula des Hochwald-Gymnasiums Wadern und „The Human Equation“ wurde uraufgeführt! Unser Zuschauer Thomas Gillen beschreibt die Inszenierung in der Zeitschrift „INFO“ des Verbandes Saarländischer Amateurtheater wie folgt:

„Dem Theater der härteren Klangart gelingt es, aus den Songs von Arjen A. Lucassen, die den Protagonisten ursprünglich als typenhaft für das Leben einer Vielzahl von Menschen sinnbildlich und einfühlsam beschreiben, ein Theaterstück entstehen zu lassen, in dem die sehr persönliche Geschichte eines Mannes erzählt wird, der erkennt, wie und warum er zu dem Menschen geworden ist, der er jetzt ist. Dabei entsteht ein individueller und vielschichtiger Charakter, der von seinen Emotionen auf eine Reise in seine eigene Vergangenheit mitgenommen wird.
Ebenso wie sich das Stück inhaltlich auf verschiedenen Ebenen bewegt, so tut es das auch in seiner praktischen Umsetzung. Auf der Bühne werden die Songs von Arjen A. Lucassen mit viel Herzblut und musikalischem Geschick aufgeführt und durch gesprochene Szenen miteinander verbunden und dramaturgisch interpretiert. […] Was im August 2009 in einer kleinen Gruppe unter befreundeten Musikern begann, sollte mit ‚The Human Equation‘ 2014 seinen bisherigen Höhepunkt gefunden haben.“


Eine weitere Rezension schrieb Rainer vom Musikmagazin „Neckbreaker“:


„Es waren einfach die Emotionen, die da fast greifbar dargestellt wurden, die der Story so viel Tiefe verliehen. Man konnte vieles nachempfinden, jeder für sich entdeckte sicherlich einen Teil dieser ‚menschlichen Gleichung‘ bei sich selbst. Das intensive Spiel des Ensembles sorgte für so manchen Gänsehautmoment, getragen von einer starken Band im Hintergrund. Nach der Aufführung fragte mich eine der Akteure, ob ich mich gut unterhalten gefühlt habe.
Aber ‚unterhalten‘ ist nicht das richtige Wort, da es hier nicht ausreicht, viel mehr habe ich mich berührt gefühlt. Als Vater
einer kleinen Tochter macht man sich auch so seine Gedanken über eines der Kernthemen der Geschichte. Wie gelingt es, seinem Kind die positiven Eigenschaften mitzugeben, und die eigenen Schwächen von ihm fern zu halten? Wenn das Stück den Zuschauer zum Nachdenken anregt, ist das nicht das größte Lob, das man einem Künstler machen kann?“

Besuch in Rotterdam

Unsere Inszenierung von Ayreons „The Human Equation“ sollte noch ein Nachspiel haben: und zwar anderthalb Jahre später in den Niederlanden. Wie Arjen Lucassen uns bereits während unserer eigenen Endprobenphase mitgeteilt hatte, sollte nämlich eine professionelle Umsetzung des beliebten Albums stattfinden – unter Mitwirkung zahlreicher Sänger des Originals. Diese Produktion mit dem Titel „The Theater Equation“ wurde im September 2015 im Nieuwe Luxor Theater Rotterdam aufgeführt. Und das durften wir natürlich nicht verpassen! Beim Besuch unseres Vereins in Rotterdam hatten wir dann auch Gelegenheit, Arjen einmal persönlich zu treffen und dabei ein lustiges Foto mit ihm zu machen… 😉

01011001

Und „The Human Equation“ sollte nicht die letzte Kooperation mit Arjen Lucassen sein: Seit Sommer 2015 liefen die Proben für eine weitere Ayreon-Adaption. Mit „01011001“ sollte dieses Mal eins seiner Science-Fiction-Werke auf die Theaterbühne gebracht werden. Die Geschichte der unsterblichen Forever auf der Suche nach ihren Emotionen kam im Mai 2016 in der Kurhalle Nonnweiler zur Uraufführung. Hiermit hatte das Theater der härteren Klangart sein bisher größtes Projekt verwirklicht. An beiden Vorstellungen war die Kurhalle prall gefüllt und sowohl Darsteller als auch Zuschauer waren sehr begeistert. Die Presse äußerte sich ebenfalls ausgesprochen positiv:

„Los ging es mit acht Außerirdischen, die vor langer Zeit den Weg in Richtung Unsterblichkeit einschlugen. Schon hier wurde deutlich, dass die Bühnenfassung dem ueber_uns_1Originalalbum überlegen war. Denn aus den körperlosen Stimmen wurden plötzlich greifbare Figuren, Charaktere mit individuellen Ecken und Kanten. Und starke Gesangstimmen hatten sie natürlich auch, da zur Besetzung zahlreiche Mitglieder lokaler Metal-Bands gehörten.

Musikalisch gab es praktisch keine Kompromisse: Neben Gitarren, Bass, Keyboards und Schlagzeug gab es noch Streicher und Querflöte. Auch die folkigen Stücke kamen dadurch schön dynamisch zur Geltung. Obwohl über ein Dutzend verschiedener Sängerinnen und Sänger – teilweise gleichzeitig – auf der Bühne standen, war der Gesamtsound sehr gut abgemischt. Alle Stücke des Albums wurden in voller Länge zelebriert.“ (Vampster)

„Und vor allem ist „01011001“ ein klares Plädoyer gegen den Krieg und jede Art von zu übertriebener Autorität. Gerade der Schrecken des Krieges wurde mit großflächigen Projektionen und auch dem Spiel ziemlich drastisch heraus gearbeitet. Ebenso deutlich spürte der Zuschauer die Machtlosigkeit der Menschen, das drohende Unheil zu verhindern und dieses Empfinden der Bedrohung ist auch eine Emotion.
Dazu kann man auch Verzweiflung zählen, Verzweiflung darüber, dass die Emotionen irgendwann abhanden gekommen sind. Diese war in der sehr konzentrierten Darstellung der Forever dennoch zu spüren, das war ein großer Verdienst an dieser Aufführung. Sicherlich wünscht sich jeder eine Welt ohne Schmerz, Tod und Trauer, doch wenn es in dieser nichts Schönes gäbe, keine Liebe, keine Freiheit, wer will allen Ernstes darin leben? Das Stück ist auch eine Ode an die Menschlichkeit mit all ihren Schwächen und Fehlern, die aber dennoch so viel zu geben im Stande ist.“ (Neckbreaker)

ueber_uns_2

„Über zwei Stunden (plus kleine Pause) agiert das Ensemble auf der Bühne und es wird nie langweilig. Aus dem wirklich grandiosen Ensemble jemand hervorzuheben, ist sicherlich nicht fair. […]. Unterschiedliche Singstile, wie Power-Metal-, Symphonic-Metal- und Opern-Gesang werden eingesetzt. […] Eine rundum gelungene Inszenierung ohne Wenn und Aber.“ (Away from Life)

„Unter der musikalischen Leitung von Andreas Meyer und Julia Neumann, konnten sich die Zuschauer bzw. Zuhörer einer musikalischen Darbietung der Extraklasse erfreuen. Einer Darbietung, die das Prädikat Metaloper mehr als verdient hat. […] „01011001“ ist ein sozialkritisches und stellenweise zynisches Stück, das ein gutes Gespür für aktuelle Themen und tiefe philosophische Fragen besitzt.“ (INFO. Zeitschrift des VSAT)

Fortsetzung folgt…